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Wissensmanagement
Denkanstoß: Wissensmanagement
(Lernende Organisation)
Unabhängig von der
Qualität unserer Produkte, Prozesse und Strategien hat in den letzten
Jahren vor allem ein Wettbewerbsfaktor an Bedeutung gewonnen: die Fähigkeit
schnell zu lernen. Gleichgültig, ob es sich um einen Kleinbetrieb, ein
mittelständisches Unternehmen oder einen Großkonzern handelt,
derjenige, der es schneller als seine Konkurrenz versteht sich an
geänderte Marktanforderungen anzupassen, macht das Rennen.
In den nächsten
sechs Wochen werden Sie sich systematisch mit einigen
Grundüberlegungen beschäftigen, wie Sie auch in Ihrem Unternehmen,
Ihrer Organisation oder für sich selber systematisches
Wissensmanagement implementieren.
Viel Erfolg auf
diesem Weg wünscht Ihnen
Ihr
Mirko Düssel
| PS: |
Die nachfolgenden
Überlegungen sind primär auf Unternehmen ausgerichtet.
Sie lassen sich aber genauso gut auf das persönliche
Wissensmanagement von Einzel-Personen anwenden. |
Wissensidentifikation – Wenn das Unternehmen wüsste,
was es weiß
Woche 1
Bevor Sie daran
gehen, Wissen zu managen, ist es erst einmal wichtig zu klären,
welches Ihre zentralen Lern- oder Wissensfelder sind. Beschäftigen Sie
sich daher eine Woche – jeden Tag etwa 5-10 Minuten – mit den
nachfolgenden Fragen. Halten Sie die Antworten schriftlich fest und
diskutieren Sie Ihre Erkenntnisse mit Kollegen, Mitarbeitern und
Kunden:
-
Was
sind die wichtigsten Wissens- und Lernfelder mit denen sich Ihr
Unternehmen beschäftigen muss, um operative Spitzenleistungen zu
vollbringen?
-
Welche
Technologien, welches Know-how müssen Sie beherrschen? Was ist
das zentrale Basiswissen für Ihr Geschäft?
-
Welches
Wissen ist im Unternehmen prinzipiell verfügbar, aber wenn Sie
es benötigen nicht sofort leicht abrufbar?
-
Wo
treffen Sie bei Entscheidungen häufig auf Wissenslücken oder
wage Spekulationen?
-
Welche
Wissensbereiche werden von wenigen »Insidern« exklusiv und
geheim gehalten (Herrschaftswissen), obwohl es für viele
Mitarbeiter nutzbar wäre?
-
In
welchen Wissensbereichen besitzen Sie echte Kernkompetenz? Wo
sind Sie Spitze?
-
Wissen
Sie, wer im Unternehmen über welches Spezialwissen verfügt?
-
Haben
Sie Spezialisten für Recherche (Internet, Datenbanken u.ä.),
die sich wirklich mit den Suchstrategien auskennen?
| PS: |
Arbeiten Sie unbedingt jeden
Tag an Ihrem
Wissensmanagement! Nur so können Sie sicherstellen, dass
das Neue zu einem festen Bestandteil Ihres Denken und
Handelns wird. |
Wissensdefinition – Welche Lernfelder bearbeiten Sie?
Woche 2
Auf Basis der
Ergebnisse der vergangenen Woche fassen Sie die Wissensbereiche, die
für Ihr Unternehmen existentiell sind, zu einer überschaubaren Anzahl
strategischer Lernfelder zusammen (max. 5-6).
Definieren Sie jedes
Lernfeld. Legen Sie fest, welche Wissensbereiche jeweils abgedeckt
werden, wer der verantwortliche Ansprechpartner ist, wie dringend der
Handlungsbedarf ist.
Wissensbedarf – Welcher Lernbedarf besteht?
Woche 3
Ermitteln Sie für
Ihre Lernfelder den genauen Lernbedarf. Benennen Sie für jedes
Lernfeld die Schlüsselfaktoren und für jeden Schlüsselfaktor in
welchem Bereich bereits Lernbedarf entstanden ist bzw. zukünftig
entstehen könnte.
| Schlüsselfaktoren |
Welcher Lernbedarf
ist bereits entstanden? |
Welcher Lernbedarf
könnte zukünftig entstehen? |
Bsp.: Politik und Recht
- Internationale
Konflikte
- Parteipolitische
Entwicklungen
- Wirtschaftspolitik
- Bedeutung
der Gewerkschaften
- Handlungsfreiheit
von Unternehmen
- ...
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Wissenserwerb – Wo bekommen Sie das Wissen her?
Woche 4
Sie kennen jetzt
Ihre wichtigsten Lernfelder, die dazugehörigen Schlüsselfaktoren und
können Aussagen zum jeweiligen Lernbedarf machen. Jetzt beschäftigen
Sie sich eine Woche mit der Frage, wo bekomme ich fundierte
Informationen zu den Schlüsselfaktoren meiner Lernfelder her?
Denken Sie hierbei
an:
-
Fachbücher
-
Fachzeitschriften
-
Verbände, Vereine
-
Seminare,
Symposien, Konferenzen und andere Weiterbildungsveranstaltungen
-
Hochschulen
Institute
-
Öffentliche
Institutionen
-
Unternehmen
(Markforschungsinstitute, Hersteller, Dienstleister)
-
Quellen Im
Internet
Fertigen Sie eine
Liste mit relevanten Informationsquellen an!
Wissensnutzung – Wie wird aus Wissenssammlung
Wissensnutzung?
Woche 5
Lektion 5 und 6 erscheinen Anfang Mai 2005.
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