.zurück | .startseite > artikel > miteinander reden Denkanstoß: Miteinander Reden (Dialogfähigkeit)Kommt es vor, dass ihr Gegenüber Sie »falsch versteht«? Haben Sie schon einmal mit Ihrem Gesprächspartner alle Details eines Projektes besprochen und anschließend festgestellt, dass Sie sich offensichtlich doch gründlich missverstanden haben? Fragen Sie sich manchmal, wie Sie etwas in einer Gruppe diskutieren können und selbst bei unterschiedlichen Meinungen zu klaren Entscheidungen kommen? Kommt es vor, dass Sie Stunden in einem Meeting verbringen und nichts dabei herauskommt? Es liegt an Ihnen. Sie können viel durch eine gekonnte Kommunikation erreichen! Nutzen Sie die nächsten sechs Wochen, um Ihre Kommunikation zu überprüfen und deutlich zu verbessern. Viel Erfolg auf diesem Weg wünscht Ihnen Ihr Mirko Düssel Der Sender ist für das verantwortlich, was ankommt! Woche 1Neutrale Botschaften (man, jeder, wir, alle, ...) wirken unverbindlich, kalt, unpersönlich und wenig verpflichtend Sie-/Du-Botschaften (Das ist nur Ihre Schuld, Sie stören hier nur, Das hast du falsch gemacht, ...) gehen auf Konfrontation, verursachen Schuldgefühle, bedeuten Herabsetzung, bewirken Ablehnung und provozieren Ich-Botschaften (Ich fühle mich durch Ihr Verhalten verletzt, Ihre Vorwürfe treffen mich sehr, Ich empfinde das als ..., Meine Meinung ist ...) sind Aussagen über Verhalten, Gefühle und Wirkungen und fördern den Dialog.
Sachgerecht Verhandeln! Woche 4Immer wieder sind wir gezwungen zu verhandeln. Bereits in den 80'er Jahren haben Roger Fisher und William Ury das so genannte »Harvard-Konzept« entwickelt. Achten Sie diese Woche bei allen geschäftlichen und privaten Verhandlungen darauf, die folgenden vier Grundregeln zu beherzigen: Person und Sache getrennt voneinander behandeln. (Beziehungs- und Sachebene trennen) Konzentrieren Sie sich auf die jeweiligen Verhandlungsinteressen, nicht auf Verhandlungspositionen. (keine Standpunktdiskussionen um »Recht« zu behalten) Entwickeln Sie Entscheidungsmöglichkeiten (Optionen) zum gegenseitigen Vorteil. (Win-Win-Strategie) Bestehen Sie auf nachvollziehbaren und messbaren Entscheidungskriterien, ob eine Lösung allen Anforderungen genügt.
Ihre Wahrnehmung täuscht! Woche 5Wir alle sind Menschen! Bei jeder Kommunikation spielt unsere und die Wahrnehmung unseres Gesprächspartners eine zentrale Rolle. Sie kennen die Situation: | | gesagt |  ist noch nicht | gehört | | | | gehört |  ist noch nicht | verstanden | | | | verstanden |  ist noch nicht | einverstanden | |
Achten Sie in dieser Woche also darauf Was (welche Botschaft) Ihr Gesprächspartner wirklich hört. Hinterfragen Sie sich selber: »Habe ich wirklich verstanden, was mein Gesprächspartner meint?« Wenn Sie dann mögliche Unstimmigkeiten erkennen, geben oder fordern Sie Feedback (siehe [3]).
Beachten Sie bei Ihren Beobachtungen, dass unterschiedliche Wahrnehmungsprozesse Ihr »objektives« Urteilsvermögen massiv beeinflussen. Nietzsche sagte einmal: »Wahrheit ist hinreichend genau angepasster Irrtum.« Wo ist also Ihre Wahrheit? Die 3 WahrnehmungsprozesseSelektive Beachtung Verhalten oder Aussagen, die unsere Vorurteile stützen werden stärker beachtet als andere. Verhalten oder Aussagen sind auffälliger, wenn sie zu einem akuten Bedürfnis oder zu einer bestimmten Erwartung in Bezug stehen. Verhalten oder Aussagen sind auffälliger, wenn sie vom uns gewohnten Maß abweichen. Selektive Verzerrung Menschen passen eingehende Informationen in Ihre Denkmuster ein und neigen dazu, Informationen durch persönliche Deutungen zu verzerren. Selektive Erinnerung Menschen neigen dazu, solche Informationen im Gedächtnis zu speichern, die ihre Überzeugungen und Einstellungen stützen.
Konflikte – wenn nichts mehr geht! Woche 6Sie beherzigen in Ihrer Kommunikation die vorhergehenden Hinweise und Tipps, und dennoch passiert es: Sie kommen mit jemand anderen einfach nicht zurecht. Sie merken, dass Ihnen die gemeinsame Basis fehlt oder Konflikte zwischen Ihnen stehen. Versuchen Sie in dieser Woche verstärkt, solche Situation bzw. Gesprächspartner zu erkennen. Beachten Sie folgende Hinweise und versuchen Sie in der nächsten Woche Gelegenheiten (ein oder zwei) konkret zu nutzen, das Gesagte anzuwenden: Akzeptieren Sie den Konflikt Wenn Sie einen Konflikt, Schwierigkeiten im Umgang mit einer bestimmten Person oder andere Probleme erkennen, seien Sie zunächst froh, dass Sie es überhaupt erkannt haben. Akzeptieren Sie den Konflikt mit der Gewissheit, dass Sie alles getan haben, was in Ihrer Macht steht, um ihn zu vermeiden oder aufzulösen. Entscheiden, wie Sie mit dem Konflikt umgehen Prüfen Sie, inwieweit Sie der entsprechenden Person aus dem Weg gehen können und, ob Sie dies auch tun wollen. Wenn Sie dieser Person nicht aus dem Weg gehen können, hilft nur eines: Konflikt aufgreifen, ansprechen und lösen Ein offenes Gespräch mit dem anderen ist meist der einzige Weg, doch noch einen Konflikt gemeinsam zu lösen. Wenn Sie es zuvor nicht, durch die Änderung des eigenen Verhaltens geschafft haben, und Sie nicht ausweichen können, hilft nur dieser Weg. Fronten klären Wenn es unvermeidbar ist und Sie einen Konflikt offen angesprochen haben, eventuell unter Hinzuziehung eines externen Moderators, es Ihnen aber trotzdem nicht geling, den Konflikt aufzulösen, lassen Sie es. Sie haben offensichtlich einen Widersacher (Gegner). Es ist im Alltag viel Wert, seine Gegenspieler zu kennen. Allein das Wissen um potenzielle und tatsächliche Widersacher hilft uns, mit ihnen umgehen zu können.
Ich wünsche Ihnen im Umgang mit anderen Menschen viel Erfolg. Denken Sie immer daran, dass Sie es nicht allen jederzeit recht machen können, nur sich selbst ändern können, nicht jedermanns Freund sein müssen.
Haben Sie daher »Mut zur eigenen Identität« und bleiben Sie sich selbst treu. Sie werden so auch anderen ein fairer und verbindlicher Gesprächspartner sein. Ihr Mirko Düssel .seitenanfang | |